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Haltung

In Deutschland werden über 14 Millionen Rinder gehalten. Knapp 10,5 Millionen Rinder sind in einem Laufstall untergebracht. Somit ist der moderne Laufstall die meist verbreitete Haltungsform in Deutschland.

Grundsätzlich ist ein Laufstall in unterschiedliche Funktionsbereiche unterteilt. Hier wird es den Tieren ermöglicht ihr natürliches Verhalten auszuleben.

Funktionsbereich Fressen:


Der Fressbereich besteht aus einem Futtertisch, auf dem das Futter für die Tiere mit einem Futterwagen abgelegt wird. Zwischen Futtertisch und Laufgang ist ein Fressgitter. Das Fressgitter dient der Abgrenzung zwischen Futtertisch und Laufbereich. Für eine angenehme Fressposition machen die Kühe einen sogenannten Weideschritt. Das bedeutet, dass sie mit einem vorderen Bein einen Ausfallschritt nach vorne machen. Das Fressgitter ist etwas abgeschrägt. Dadurch ermöglicht es der Kuh den natürlichen Weideschritt auszuleben.
Grundsätzlich verbringt eine Kuh 3 bis 6 Stunden mit der Futteraufnahme.

Funktionsbereich Laufen:

Eine Kuh bewegt sich ca. 3,5 bis 7 Stunden am Tag. Der Laufbereich dient zunächst dem tiergerechten Laufkomfort. Ebenfalls bietet dieser Funktionsbereich auch Platz für Rangkämpfe, Körperpflege und Sexualverhalten. Der Untergrund ist dem natürlichen Laufverhalten und der Anatomie der Kühe angepasst. Der Laufbereich sollte rutschfest, trittsicher und kantenfrei sein.
Durch breite Gänge und das Vermeiden von Sackgassen kann z.B. bei natürlichen Rangkämpfen das niedere Tier ausweichen. Zudem vermindert freier Kuhverkehr, ohne Sackgassen, deutlich den Stress der Tiere.

Funktionsbereich Liegen:

Für jede Kuh in einem Laufstall ist auch eine Liegebox vorgesehen. Der Funktionsbereich Liegen ist für die Kuh sehr wichtig, da sie 10 bis 14 Stunden am Tag liegt. Die Liegeboxen dienen der Erholung der Kuh, der Wiederkautätigkeit und der Abtrocknung der Klauen.
Wichtig ist, dass die Liegebox keine Verletzungsgefahr für die Kuh darstellt. Somit sollte die Liegebox trittsicher, rutschfest, trocken, sauber, weich und verformbar sein.

Quellen

Leiden Kühe unter den modernen Produktionsverfahren?

Die Haltungsbedingungen für Nutztiere und somit auch für die Milchkühe, haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Das Hauptanliegen der Landwirte ist es, dass es den Tieren gut geht. Denn nur wenn die Tiere gesund sind und sich wohlfühlen, bringen sie eine gute Leistung und sichern somit das Einkommen des Landwirten. Tiergesundheitsindikatoren zeigen, dass es unseren Tieren in den neuen Ställen besser geht als früher.  Zum Beispiel ist die Lebendauer von Milchkühen in den letzten 10 Jahren trotz höherer Milchleistung stabil geblieben.

Quellen

Die neuen Stallbauten sind nur große Tierfabriken.

Jeder neue Stall ist ein Fortschritt für den Tierschutz und das Tierwohl und bringt eine Verbesserung der Haltungstechnik mit sich. Die Größe der Ställe ist kein Indikator für die Haltungsbedingungen. Größere und neue Ställe können meist sogar besser auf die Bedürfnisse der Tiere eingehen.

Quellen