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In Deutschland erfreut sich das Geflügelfleisch einer immer größeren Beliebtheit. Es ist fettarm und vielseitig, außerdem gibt es hier keine religiösen Beschränkungen wie beim Schwein. Wenn ihr mehr zum Fleisch erfahren wollt, seid ihr hier richtig.

Fleisch

In Deutschland ist im Laufe der Jahre der Konsum von Geflügelfleisch immer beliebter geworden. Zum einen ist es sehr fettarm und durch den geringen Eigengeschmack, kann man es auch vielseitig würzen. Teilstücke, wie zum Beispiel dem Brustfilet, kommen dabei eine besondere Bedeutung zu. Weitere Teilstücke sind u.a. die Schenkel, Ober- und Unterschenkel (z.B. im Verzehr als Drum Sticks), die Flügel (Chicken Wings) oder auch entbeintes Fleisch von Putenschenkeln (eignet sich gut für Hackfleisch). Ganze Schlachtkörper (mit oder ohne Innereien) werden in Deutschland während des ganzen Jahres nur begrenzt nachgefragt. In Europa (außer dem Mittelmeerraum) werden vorwiegend weißfleischige Körper bevorzugt und in Deutschland ist insbesondere das Brustfleisch sehr beliebt.

Im Umgang mit Geflügelfleisch ist es sehr wichtig auf die Küchenhygiene bei der Zubereitung zu achten und niemals sollte man das Fleisch roh essen! Das Fleisch kann von Natur aus eventuell mit pathogenen Mikroorganismen wie Salmonellen oder Campylobacter behaftet sein, deswegen sollte das rohe Fleisch möglichst nicht in den Kontakt mit anderen Zutaten kommen. Wichtig ist es auch, dass das Fleisch ausreichend durchgegart wird, damit mögliche Keime abgetötet werden. Wenn diese Hinweise beachtet werden, steht dem Genuss von Geflügelfleisch nichts mehr im Wege. Es gibt drei verschiedene Angebotsformen:

  • Frisches Geflügelfleisch darf noch nie eingefroren und muss bei einer Temperatur von - 2°C bis + 4°C gelagert werden. Außerdem muss auch das Verzehrdatum angegeben werden.
  • Gefrorenes Geflügelfleisch ist keine Tiefkühlware! Aber die Temperatur muss während der ganzen Zeit auf mind. - 12°C gehalten werden.
  • Tiefgefrorenes Geflügelfleisch muss sofort nach der Schlachtung auf eine Kerntemperatur von - 18°C schockgefrostet werden.

Die Qualitätskontrollen für Fleisch sind in Deutschland am höchsten von den europäischen Ländern. Schon vor der Schlachtung werden die Tiere von Amtsveterinären überprüft und auch während der Schlachtung. Die Schlachtdaten werden an die Tierärzte wie auch an den Tierhalter weitergeleitet. Bei Auffälligkeiten werden die Tierhalter beraten und müssen eventuell auch mit Sanktionen rechnen. Auch die nachfolgende Food Chain , die gesamte Wertschöpfungskette von der Erzeugung bis zum Verkauf eines Lebensmittels, ist strengstens geregelt und kontrolliert, z.B. durch das LAVES, Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. In Deutschland muss das Fleisch sauber, frei von sichtbaren Fremdstoffen, frei von Fremdgerüchen, frei von sichtbaren Blutspuren, frei von herausragenden gebrochenen Knochen, frei von Quetschungen und frisches Geflügelfleisch darf keine Anzeichen vom Einfrieren aufweisen.

Kennzeichnung

Auf Fertigverpackungen und nicht Fertigverpackungen müssen zudem Angaben zur Handelsklasse, zum Angebotszustand, bei frischem Geflügelfleisch das Verzehrdatum, die empfohlene Lagertemperatur, die Zulassungsnummer des Schlacht- bzw. Zerlegungsbetriebes, der Preis und bei importiertem Fleisch muss auch das Herkunftsland angegeben werden.

Nährstoffgehalte und Energiewerte bei je 100 g  essbarem Anteil:

Geflügelart

Eiweiß in g

Fett in g

Energie kcal/kJ

Ente

18,1

17,2

277/951

Gans

15,7

31

342/1430

Hähnchen - Brust

22,8

0,9

99/415

Suppenhuhn

18,5

20,3

257/1074

Pute -Brust

24,1

1

105/441

 

Quellen