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Welchen Einfluss haben die Praktiken in der Schweineproduktion auf die Fleischqualität? Und was passiert eigentlich mit den Bestandteilen vom Schwein, die nicht für den Verzehr geeignet sind?  Die Antworten gibt es hier.

Die vollständige Verwertung des Schweins

Wer denkt es sei klar, dass ein Schwein nur der Fleischproduktion dient, der wird sich wundern in welchen Produkten ein Schwein mitwirken kann und wozu vermeintliche Abfallprodukte gebraucht werden können. Auch Veganer werden es an spätestens dieser Stelle schwer haben konsequent auf tierische Produkte zu verzichten.
Folgende Situation:
Man quält sich aus dem Bett. Die ersten Schritte führen ins Bad. Erst einmal Waschen, Duschen, anschließend die Zähne putzen. Frühstückt. Das Auto starten. Losfahren. Warten bis der Zug vorüber fährt. Arbeiten. Schnell nachhause und die Wäsche waschen. Renovieren angesagt - Wand streichen, Blumen düngen. Ins Bett fallen. Auf den neuen Tag warten
Man fragt sich: "Wo genau kam die Person mit Produkten aus Schweinen in Kontakt?"

  • Seife: Fettsäuren sorgen hier für ein Aushärten
  • Shampoo: beinhalten Fettsäuren aus tierischen Fetten
  • Zahnpasta: aus Fett wird Glycerin hergestellt, welches in der Zahnpasta enthalten ist
  • Auto: (BioDiesel: kann aus Fett hergestellt werden, Lackierung: beinhaltet Fettsäuren für eine glänzende Oberfläche, Frostschutz: kann Glycerin enthalten, welche aus tierischem Fett hergestellt werden können.)
  • Zugbremse: beinhalten Knochenasche
  • Arbeitshandschuhe: werden aus Schweinehaut hergestellt
  • Waschmittel: beinhalten Fettsäuren aus tierischen Fetten
  • Pinsel: können aus Schweinehaaren bestehen
  • Dünger: aus Schweinehaaren können organische Dünger hergestellt werden


Unter anderem kann aus Organen von Schweinen auch Heparin und Insulin hergestellt werde, Knochenkleber hält Streichholzspitzen zusammen, Schweineherzen können Menschenleben retten und auch bei der Herstellung von Elektronikbauteilen und Patronen sind Schweinebestandteile zur Erleichterung des Prozesses notwendig.


Gut zu wissen: Der Nutzen des Schweins hört nicht beim Fleisch auf, sondern hat weitreichende Einflüsse in unserem täglichen Leben. Komplett auf tierische Produkte zu verzichten ist daher nicht so einfach wie es oft suggeriert wird.

Quellen

Gibt es Antibiotikarückstände im Schweinefleisch? Enstehen Risiken für mich als Verbraucher?

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass wenn überhaupt nur verschwindend geringe Rückstände von Antibiotika in Lebensmitteln tierischen Ursprungs vorhanden sind.
Viele Medikamente sind mit einer Wartezeit belegt, denn Sie bauen sich unterschiedlich schnell im Körper des Schweins ab. So ist sichergestellt, dass keine Rückstände von Antibiotika oder anderen Medikamenten im Fleisch mehr zu finden sind. Durch stetige Kontrollen wird dafür gesorgt, dass ein Eintrag in die Lebensmittelkette praktisch ausgeschlossen werden kann. Im Jahr 2010 wurden in Deutschland risikoorientiert fast 600.000 Untersuchungen an Proben von Tieren oder tierischen Erzeugnissen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass bei der Kontrolle von Antibiotikarückständen in Schweinefleisch lediglich fünf Tiere leicht erhöhte Werte zeigten, das sind 0,05 Prozent aller kontrollierten Tiere. Die Tendenz hierbei ist zudem seit Jahren fallend. Das heißt: Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass praktisch keinerlei Rückstände von Antibiotika in Lebensmitteln tierischen Ursprungs vorhanden sind.


Gut zu wissen: Das Bundesinstitut für Risikiobewertung erklärt hierzu: Bei einer bestimmungsgemäßen Anwendung von Antibiotika in der Tierproduktion sind in den Lebensmitteln nach Einhaltung der vorgeschriebenen Wartezeiten keine gesundheitlich bedenklichen Rückstände der Antibiotika vorhanden. Aufgrund der strengen Regelungen und Kontrollen ist das gesundheitliche Risiko von Verbrauchern durch den Verzehr von Lebensmitteln im Hinblick auf Antibiotikarückstände gering.

Quellen